Wann ist Mann ein Mann?

Wenn er Fleisch isst – viel Fleisch. Dieses Vorurteil sitzt tief. Auch, dass man es einfach braucht, um fit und stark zu sein. Doch es gibt sogar Sportler und Sportlerinnen, die das Gegenteil beweisen. In der Schweiz zum Beispiel der Eishockey-Profi Andreas Hänni oder Natascha Badmann, sechsfache Gewinnerin des Ironman Hawaii. Sie und viele andere brachten und bringen ihre Spitzenleistungen im Sport ganz ohne Fleisch, viele sogar als Veganer.

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Dichtestress?

Rund 1.5 Millionen Schweine gibt es in der Schweiz auf 7’045 Betrieben. Während die kleinen zunehmend verschwinden, gibt es immer mehr Grossbetriebe (+ 90%  seit 2000) mit über 800 Schweinen. In der Schweiz dürfen maximal 1’500 Mastschweine oder 2’000 Ferkel pro Betrieb gehalten werden. In Deutschland hingegen sind Betriebe mit bis zu 10’000 Tieren keine Seltenheit. Dort gibt es auch keine Obergrenze. Small is beautiful scheint definitiv vorbei zu sein.

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Darf man Kinder fleischlos ernähren?

Man darf. Es gibt keine gesundheitlichen Probleme und sie können später frei entscheiden, ob sie Fleisch essen wollen oder nicht. Die Kindheit ist für Werte prägend. Kinder sollten nicht nur Respekt lernen vor allem was lebt, sie dürfen und sollten auch früh wissen, woher das hübsch eingepackte Steak, der Hamburger und die Wurst auf dem Grill kommen.

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Tierisch = negativ?

Tierisch meint ja meist triebgesteuert, instinktgetrieben, hemmungslos, roh, unmoralisch oder unkultiviert. Dieses negative Abgrenzen von Tieren, Speziesismus genannt, hat Parallelen mit dem Sexismus und Rassismus. Auch dort sind „die anderen“ die Minderwertigen.

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Mutter und Kind gleich nach der Geburt trennen?

Bei Menschen undenkbar – in der „normalen“ Milchkuhhaltung Alltag, leider auch auf Biohöfen. Lässt man die Kälber länger bei ihren Müttern, wird die Trennung immer schwieriger. Und schliesslich ist die Milch der Mutter für die Menschen bestimmt, nicht für den eigenen Nachwuchs. Dieser wird ja, insbesondere bei Stierkälbern, ohnehin bald geschlachtet.

P.S. Der Mensch ist das einzige Säugetier, das noch als Erwachsener Milch trinkt – und sogar artfremde.

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Na und?

„Katze zu Tode gequält!“ Die Reaktion vieler Menschen bei solchen Meldungen: Tierquälerei! Grauenhaft! Muss streng bestraft werden!

„160’000 Schweine allein heute allein in Deutschland geschlachtet.“ Die Reaktion derselben Menschen: Na und? Es sind eben Schweine, die sind nun mal zum Essen da. Empathie für Nutztiere? Fehlanzeige.

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Humanes Schlachten?

Wenn man das Wort „human“ im Zusammenhang mit Schlachten überhaupt verwenden darf, dann am ehesten noch wenn ein Tier auf dem Hof, wo es artgerecht lebte, ohne Transport ins Schlachthaus getötet wird. Wie es der Biobauer Nils Müller aus Küsnacht ZH macht (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Schlachter-mit-Herz/story/22751018). Damit hat das heutige industrielle Schlachten am Fliessband nichts zu tun. Human ist dort rein gar nichts, auch nicht der Beruf derjenigen, an die das Töten delegiert wird.

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Tierquälerei = Kavaliersdelikt?

Werden Kinder, die Tiere quälen, später gewalttätige Erwachsene? Diese These ist umstritten und nicht bewiesen. Doch es gilt als gesichert, dass sadistisch motivierte Taten ihren Anfang oft mit Tierquälerei nehmen. Untersuchungen in den USA haben gezeigt, dass 85% der Opfer, die ein Frauenhaus aufsuchten, auch über Tierquälerei in der Familie berichteten. http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_29_11_2015/gesellschaft/Und-kein-Hahn-kraeht-danach-50042

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Amtlich bewilligte Tierquälerei in deutschen Schlachthöfen?

Vierzig von insgesamt sechzig Millionen jährlich in Deutschland getöteten Schweinen werden vor dem Schlachten mit CO2 betäubt – so geht es am schnellsten und billigsten. Doch bis das Gas wirkt, zeigen die Tiere heftige Erstickungssymptome. Sie geraten in Panik, bäumen sich auf, schreien laut und versuchen in Todesangst, hochzuspringen. In diversen wissenschaftlichen Studien wurde diese Betäubungsmethode als tierschutzwidrig bezeichnet.

http://www.peta.de/CO2BetaeubungSchweine#.VxD3JEf_HB5

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Gentech: das allerschlimmste für Tiere?

Nicht unbedingt. Ganz ohne Gentechnik haben wir schon monströse Hochleistungsrassen gezüchtet: Die Kälber der Fleischrasse „Weissblaue Belgier“ sind schon im Mutterleib so gross, dass sie meist nur per Kaiserschnitt geboren werden können. Holstein Milchkühe geben im Schnitt etwa 8’000 Kilogramm Milch pro Jahr, Spitzentiere weit über 10’000 Kilogramm. Für die Aufzucht eines Kalbes würden 2’500 Kilogramm genügen. Legehennen produzieren bis zu 300 Eier pro Jahr, dann sind sie ausgelaugt und werden getötet. Mehr Monstrositäten: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standard/Zugelassen-aber-nicht-willkommen/story/28544083

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