Milliarden von Opfern und keine Täter?

Der wahre Fleischskandal heisst industrielle Massentierhaltung. Für den gigantischen und weltweit stark steigenden Fleischkonsum werden empfindungsfähige Lebewesen – wir nennen sie Nutztiere – qualvoll „produziert“ und getötet. Für den menschlichen (was für ein Wort in diesem Zusammenhang) Verzehr wurden 2014 gemäss Fleischatlas (http://www.bund.net/fleischatlas) rund 65 Milliarden Tiere geschlachtet. Das sind 178 Millionen pro Tag, 7,4 Millionen pro Stunde, 123’000 pro Minute und über 2’000 pro Sekunde. In den USA schlachtet allein der Grosskonzern Tyson Foods 42 Millionen Tiere – pro Woche. In diesen Zahlen sind die Fische und Meerestiere noch nicht enthalten. Und vergessen wir nicht die Tiere, die wir ebenfalls töten, aber nicht, um sie zu essen: die Pelztiere, die Versuchstiere oder die Wegwerfküken in der Eierproduktion. Täter scheint es in diesem täglichen Wahnsinn nicht zu geben. Alles ganz normal?

Am Dienstag: Fleisch und Umweltschutz: geht das zusammen?

One thought on “Milliarden von Opfern und keine Täter?”

  1. Rafi sagt:

    Auf der Anklagebank stehen unter anderen die Bequemlichkeit, die Gewohnheit und ein falsches Natur-Verständnis http://vegan.ch/2013/09/das-problem-mit-der-natuerlichkeit/

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