Dezember2015

Ohne Jäger kein Wild?

Es darf gelacht werden.

Am Freitag: Genfer viel tierliebender als St.Galler?

Schiessen aus Liebe zur Natur?

Wären die Jäger so naturliebend wie sie immer beteuern, würden sie statt mit dem Gewehr mit Feldstecher oder Kamera in die Berge oder den Wald ziehen. Ehrlicher wäre es, zuzugeben, dass die Lust am Aufstöbern, Töten und Essen der Beute und das Aufhängen der Jagdtrophäen die Hauptmotivationen sind. Selbst dann ist die Jagd aber bei weitem nicht das Schlimmste, das wir den Tieren antun. Laut Eidgenössischer Jagdstatistik wurden 2014 insgesamt 68’988 Rothirsche, Rehe, Gämsen und Wildschweine erlegt. Eine ziemlich bescheidene Zahl, verglichen mit den 150’000 in der Schweiz geschlachteten Nutztieren – allerdings nicht pro Jahr, sondern pro Tag.

Am Dienstag: Ohne Jäger kein Wild?

Fest der Liebe – für alle?

Fondue Bourgignonne, Schüfeli, Rollschinkli, Rauchlachs… Traditionen sind schön, aber nur, wenn andere Menschen oder Tiere nicht den Preis dafür bezahlen müssen. Bei den Nutztieren ist der Preis meist ein schreckliches Leben vor einem schrecklichen Tod. Geht es denn am Fest der Liebe wirklich nicht ohne Tierleid? Natürlich geht es. Mit unzähligen Rezepten für leckere vegane Gerichte, z.B. hier: http://vegan.ch/vegan-kochen/#1445655563895-ea58ff1c-8680 oder hier: http://www.swissveg.ch/rezepte.

TIERLOS wünscht euch allen frohe Festtage und viel Mut für euren Aufbruch zu neuen Ufern!

Am Freitag: Schiessen aus Liebe zur Natur?

Darf man mit einem lachenden Schwein für eine Metzgete werben?

Nur wenn man geschmacklose Werbung mag. Die Metzgete war früher ein Fest, an dem Fleisch genossen wurde, das sonst selten auf den Teller kam. Wo immerhin jeder wusste, dass dafür ein Tier sterben musste. Wo das arme Schwein aber auch das ganze Jahr über in einem dunklen Verliess vegetierte und nichts, aber auch gar nichts zu lachen hatte. Heute ist die Metzgete eine ganz normale Fleischorgie unter vielen anderen. Und deshalb sind es jetzt noch viel mehr arme Schweine, die nichts zu lachen haben.

Am Dienstag: Fest der Liebe – für alle?

 

Sind Wolf und Bär 100% böse?

Nein, nur 7%. Im Jahr 2011 starben auf Schweizer Alpen 4’221 Schafe an Krankheiten und Unfällen. Davon wurden gerade mal 294 von Grossraubtieren gerissen, also nur 7%. Herdenschutz und ständige Behirtung würden Schafe nicht nur vor Wölfen und Bären retten, sondern vor allem vor anderen Todesursachen.

Am Freitag: Darf man mit einem lachenden Schwein für eine Metzgete werben?

Klimaschutz: Haben die Grünen etwas Wichtiges vergessen (wollen)?

Die Grüne Partei der Schweiz erwähnt in ihren „10 Tipps für Ihren Beitrag zum Klimaschutz“ den Fleischkonsum mit keiner Silbe. Obwohl gerade die Profis in Sachen Klima genau wissen, dass die Nutztierhaltung mehr zur Klimaerwärmung beiträgt als der gesamte Verkehr auf der Strasse, der Schiene und in der Luft. Rücksicht auf die Mehrheit der grünen Wähler? Oder unbequeme Konfrontation mit den eigenen Essgewohnheiten?

Am Dienstag: Sind Wolf und Bär 100% böse?

Darf man von kultivierten Menschen automatisch auch Mitgefühl mit Tieren erwarten?

Nein, natürlich nicht. Und trotzdem: Wie kann ein Künstler oder eine Künstlerin, die uns mit wunderbarer Musik verzaubert oder mit einem Kunstwerk berührt, gedankenlos Fleisch aus Massentierhaltung essen? Oder hat das eine mit dem anderen rein gar nichts zu tun?

Am Freitag: Klimaschutz: Haben die Grünen etwas Wichtiges vergessen (wollen)?

 

Wieviele Tiere sterben sinnlos für medizinischen Aberglauben?

Es gibt dazu keine Statistiken. Für die chinesischen „Potenz- und Heilmittel“ wie Tigerknochen und Nashornhorn werden bedrohte Arten weiter gefährdet. In Südafrika nimmt die Zahl der getöteten Nashörner laufend zu. Letztes Jahr wurden 1’215 gewildert, zwei Drittel davon im Krüger Nationalpark. Und Bärengalle – obwohl synthetisch herstellbar – wird besonders tierquälerisch gewonnen. Schätzungsweise 10’000 Bären leben in Asien noch immer eingesperrt in engen Käfigen mit einer Sonde im Bauch – jahrzehntelang.

Am Dienstag: Darf man von kultivierten Menschen automatisch auch Mitgefühl mit Tieren erwarten?

Ist Fressen und Gefressenwerden das Natürlichste der Welt?

Die Natur ist kein friedliches Paradies, ausser in frühen Dokumentarfilmen, wo der Gepard die Gazelle nie erwischte. In Wirklichkeit ist das (Über)Leben in freier Natur oft unerbittlich hart und lässt den Schwachen keine Chance. Doch im Gegensatz zu den Fleisch fressenden Tieren, die töten, um selber zu überleben (und das Töten auch nicht delegieren), haben wir Menschen die Wahl, ob wir Tierleid für unsere Gaumenfreuden in Kauf nehmen wollen. Notwendig ist es überhaupt nicht.

Am Freitag: Wieviele Tiere sterben sinnlos für medizinischen Aberglauben?