Würde und Wohlergehen?

Beide soll der Mensch respektieren, so will es das Tierschutzgesetz. Tierrechtler würden darunter wohl verstehen: Das Recht der Tiere auf Freiheit, Unversehrtheit und Leben darf nur aus triftigen Gründen verletzt werden. In der Massentierhaltung werden die Tiere aber eingesperrt, ihres arttypischen Verhaltens beraubt, künstlich besamt, sterilisiert oder kastriert, enthornt, die Flügel gestutzt, die Schnäbel gekürzt und mehr. Statt der natürlichen Lebenserwartung gibt es eine ökonomisch optimale Nutzungsdauer, dann wird das Tier vorzeitig getötet. Aus ethischer Sicht ist das alles unnötig und damit moralisch nicht zu rechtfertigen.

Nächstes Mal: Hat Schlachten etwas mit Krieg zu tun?

3 thoughts on “Würde und Wohlergehen?”

  1. Maja sagt:

    Was auch noch zu erwähnen wäre, sind die grausamen Todestransporte durch ganz Europa in ein Drittland – es muss ja billig sein.

    1. info@tierlos.ch sagt:

      Völlig richtig. Wie schlimm die Zustände z.B. bei den Tiertransporten in die Türkei sind, belegen die Recherchen des Tierschutzbunds Zürich/Animal Welfare (http://tierschutzbund-zuerich.ch). „Welcome to Turkey“ – zynischer kann ein Bild wohl kaum sein wie die Foto auf der Website des TSB. Katastrophal sind auch die Transporte von vier Millionen Schafen jährlich aus Australien per Schiff in den mittleren Osten. Ich werde darauf zurückkommen.

      1. Maja sagt:

        Nicht zu vergessen die grossartige Arbeit von Animals‘ Angels, deren Mitarbeiter die Tiere auf den elenden Transporten begleiten, Verstösse dokumentieren, um sich für kürzere Transportwege, d.h. maximal 8 Stunden einzusetzen.
        „Zu Tode transportiert“ (TSB/AWF); all dies erinnert mich stark an den Holocaust, aber diesmal mit unschuldigen, armen Tieren. Es macht mich wütend, dass all diese Verbrechen in keiner Tages-Zeitung erwähnt werden.

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