Mai2016

Tierisch = negativ?

Tierisch meint ja meist triebgesteuert, instinktgetrieben, hemmungslos, roh, unmoralisch oder unkultiviert. Dieses negative Abgrenzen von Tieren, Speziesismus genannt, hat Parallelen mit dem Sexismus und Rassismus. Auch dort sind „die anderen“ die Minderwertigen.

Nächstes Mal: Darf man Kinder fleischlos ernähren?

Mutter und Kind gleich nach der Geburt trennen?

Bei Menschen undenkbar – in der „normalen“ Milchkuhhaltung Alltag, leider auch auf Biohöfen. Lässt man die Kälber länger bei ihren Müttern, wird die Trennung immer schwieriger. Und schliesslich ist die Milch der Mutter für die Menschen bestimmt, nicht für den eigenen Nachwuchs. Dieser wird ja, insbesondere bei Stierkälbern, ohnehin bald geschlachtet.

P.S. Der Mensch ist das einzige Säugetier, das noch als Erwachsener Milch trinkt – und sogar artfremde.

Nächstes Mal: Tierisch = negativ?

Na und?

„Katze zu Tode gequält!“ Die Reaktion vieler Menschen bei solchen Meldungen: Tierquälerei! Grauenhaft! Muss streng bestraft werden!

„160’000 Schweine allein heute allein in Deutschland geschlachtet.“ Die Reaktion derselben Menschen: Na und? Es sind eben Schweine, die sind nun mal zum Essen da. Empathie für Nutztiere? Fehlanzeige.

Nächstes Mal: Mutter und Kind gleich nach der Geburt trennen?

Humanes Schlachten?

Wenn man das Wort „human“ im Zusammenhang mit Schlachten überhaupt verwenden darf, dann am ehesten noch wenn ein Tier auf dem Hof, wo es artgerecht lebte, ohne Transport ins Schlachthaus getötet wird. Wie es der Biobauer Nils Müller aus Küsnacht ZH macht (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Schlachter-mit-Herz/story/22751018). Damit hat das heutige industrielle Schlachten am Fliessband nichts zu tun. Human ist dort rein gar nichts, auch nicht der Beruf derjenigen, an die das Töten delegiert wird.

Nächstes Mal: Na und?

Tierquälerei = Kavaliersdelikt?

Werden Kinder, die Tiere quälen, später gewalttätige Erwachsene? Diese These ist umstritten und nicht bewiesen. Doch es gilt als gesichert, dass sadistisch motivierte Taten ihren Anfang oft mit Tierquälerei nehmen. Untersuchungen in den USA haben gezeigt, dass 85% der Opfer, die ein Frauenhaus aufsuchten, auch über Tierquälerei in der Familie berichteten. http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_29_11_2015/gesellschaft/Und-kein-Hahn-kraeht-danach-50042

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Amtlich bewilligte Tierquälerei in deutschen Schlachthöfen?

Vierzig von insgesamt sechzig Millionen jährlich in Deutschland getöteten Schweinen werden vor dem Schlachten mit CO2 betäubt – so geht es am schnellsten und billigsten. Doch bis das Gas wirkt, zeigen die Tiere heftige Erstickungssymptome. Sie geraten in Panik, bäumen sich auf, schreien laut und versuchen in Todesangst, hochzuspringen. In diversen wissenschaftlichen Studien wurde diese Betäubungsmethode als tierschutzwidrig bezeichnet.

http://www.peta.de/CO2BetaeubungSchweine#.VxD3JEf_HB5

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