Was haben wir mit den Tieren gemeinsam?

Haben nur Menschen eine Seele? Haben nur Menschen Verstand (den so genannten „gesunden Menschenverstand“ – es darf kurz gelacht werden…)?

Einer der ersten Tierrechtler, der britische Utilitarist Jeremy Bentham sagte es vor mehr als 200 Jahren so: „Der Tag könnte kommen, an dem die übrigen Kreaturen jene Rechte erlangen werden, die man ihnen nur von tyrannischer Hand vorenthalten konnte. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass die Schwärze der Haut kein Grund dafür ist, jemanden schutzlos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Es mag der Tag kommen, da man erkennt, dass die Zahl der Beine, der Haarwuchs oder das Ende des Steissbeins gleichermassen unzureichende Gründe sind, ein fühlendes Lebewesen demselben Schicksal zu überlassen. Was sonst ist es, was hier die trennende Linie ziehen sollte? Ist es die Fähigkeit zu denken, oder vielleicht die Fähigkeit zu sprechen? Aber ein ausgewachsenes Pferd oder ein Hund sind unvergleichlich vernünftigere Lebewesen als ein Kind, das erst einen Tag, eine Woche oder selbst einen Monat alt ist. Aber selbst vorausgesetzt, sie wären anders, was würde das nützen? Die Frage ist nicht: können sie denken? oder: können sie sprechen?, sondern: können sie leiden?“
Jeremy Bentham (1748-1832): An Introduction to the Principles of Morals and Legislation, (1789)

Und der suspendierte Priester und Kirchenkritiker Eugen Drewermann sagt es so: „’Haben Tiere eine Seele und Gefühle?‘ kann nur fragen, wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.“

 

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