Was, wenn es nur noch Vegetarier gäbe?

Um es kurz zu fassen: Uns Menschen und dem Planeten Erde ginge es deutlich besser. Ein Forscherteam der Universität Oxford hat diese Frage untersucht und die Auswirkungen berechnet. Was die Menschen betrifft: Die Sterberate sänke um etwa sieben Prozent, was jährlich sieben Millionen Tote weniger bedeuten würde (Zyniker – oder Realisten – würden einwenden: Je weniger Menschen auf der Erde, umso besser für sie…). Doch was der Erde wirklich helfen würde: Aus der Nahrungsmittelproduktion gelangten zwei Drittel weniger Treibhausgase in die Atmosphäre. 20 Milliarden Hühner, 1,5 Milliarden Kühe und je eine Milliarde Schafe und Schweine würden nicht mehr gebraucht. Dadurch würden 33 Millionen Quadratkilometer Land frei, auf denen die Tiere derzeit gehalten werden. Das entspricht ungefähr der Fläche Afrikas, die Ackerfläche für den Futtermittelanbau noch nicht einmal mitgerechnet. Mehr Obst- und Gemüseanbau würde natürlich auch mehr Flächen benötigen. In der Summe aber könnten viele ehemalige Weideflächen wieder zu Wald werden – und der absorbiert sehr effektiv klimaschädliches CO2. Vor allem aber fiele einer der grössten Klimakiller weg: Das Methan, das vor allem Rinder bei der Verdauung produzieren – ein Gas, 25 Mal so klimaschädlich wie CO2. Die Tierhaltung insgesamt stösst heute mehr Treibhausgase aus als alle Flugzeuge, Züge und Autos zusammen. Schliesslich würde sich eine fleischlose Ernährung geradezu revolutionär auf den Wasserverbrauch auswirken. Siebzig Prozent weniger Wasser bräuchten wir laut dem kanadischen Wissensportal AsapScience, wenn sich die ganze Welt vegetarisch ernähren würde. Weil nur schon diese Vision vorläufig ziemlich utopisch erscheint, hat wahrscheinlich noch niemand die Rechnung für eine vegane Welt gemacht. Aber heute beginnen, weniger oder kein Fleisch mehr zu essen, ist Winwinwin: Für die Erde, für uns und vor allem für die Nutztiere.

http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/vegetarische-ernaehrung-was-wenn-wir-alle-vegetarier-waeren-83091.html

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *