Massentierhaltung und Sklaverei – wie lange bis zum Verbot?

Engagierte Bürgerbewegungen kämpften in England rund vierzig Jahre lang gegen die breit akzeptierte Sklaverei, bis sie 1807 im ganzen britischen Empire verboten wurde. Weltweit dauerte es dann allerdings nochmals siebzig Jahre. Das ist eigentlich gar nicht so lange. Trotzdem arbeiten noch heute viel zu viele Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen. Und die „Nutztiere“? Die allermeisten halten wir heute unter jämmerlichen Bedingungen als Sklaven, und auch das ist leider immer noch breit akzeptiert. Dazu kommt, dass die Tiere ein grosses Handicap haben: Sie können sich ihre Rechte nicht selber erkämpfen und sind allein auf Menschen angewiesen, die sich stellvertretend für sie einsetzen. Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu früher sind die Sensibilisierungs- und Mobilisierungsmöglichkeiten ungleich effizienter. Trotzdem wird es bis zur weltweiten Ächtung der Tier-Sklavenhaltung ein harter und steiniger Weg sein. Es sei denn, man vertraue wie der deutsche Philosoph Richard David Precht in seinem neuen Buch „Tiere denken“ auf die Macht von Wissenschaft, Technik und Ökonomie: Er glaubt, dass es in zwanzig Jahren in Deutschland keine Massentierhaltung mehr gibt. Dank in-vitro Fleisch, das kostengünstiger produziert wird.

One thought on “Massentierhaltung und Sklaverei – wie lange bis zum Verbot?”

  1. Maja sagt:

    Keine Massentierhaltung mehr, d.h. keine Tierfabriken, keine tagelangen, tierquälerischen Tiertransporte quer durch Europe zum billigsten Schlachthof in irgend einem Land – wenn all diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit, in diesem Fall gegen dieTiere aufhören – das wäre mein Traum.

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