Mit Hundequälerei Millionen verdienen?

Mindestens 40 Millionen Euro wandern in Apulien jährlich unter dem Stichwort „Streunerhunde-Notstand“ in die Taschen einiger Profiteure. Das berichtet die Tierschutzorganisation CICTO (Internationale Koalition gegen die organisierte Hundequälerei in Italien). Sie spricht von einer flächendeckenden und organisierten betrügerischen Struktur, durch die Hundeheimbesitzer, Amtstierärzte, Bürgermeister und Lokalpolitiker sich gegenseitig die Taschen füllen. In den neunziger Jahren begann der italienische Staat per Gesetz, privaten Tierheim-Betreibern staatliche Subventionen von einem bis vier Euro pro Tag und Hund zu bezahlen. Ein grosses Geschäft. Denn in den so genannten „Tierheimen“ (Canile) sind etwa 60’000 Hunde eingekerkert. Das heisst, die Hundemafia verdient täglich zwischen 60’000 und über 200’000 Euro. In ganz Apulien gibt es über einhundert solcher Anlagen – oft alte Schlachthöfe oder Industrieareale in denen 50, 200, 500 oder auch 1200 Hunde eingepfercht werden. 50-70% der Hunde sind mehr oder weniger krank, haben aufgequollene Pfoten, Räude, Krebs oder Leishmaniose. In engen, stinkenden und verwahrlosten Boxen aus Beton oder in Käfigen vegetieren jeweils zwei bis sieben Hunde. Sie sehen nur Zement und Gitter und können ihre Boxen nie verlassen. Mit etwas Glück erscheint mal ein Arbeiter, der Kot wegspritzt und billigstes Trockenfutter dalässt. Zuwendung, Spielen, Spaziergänge oder soziale Kontakte gibt es für diese Hunde nicht. 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr nur Gebell, Gestank, Enge, Feuchtigkeit, Hitze im Sommer und Kälte im Winter. Und weil sie jeden Tag viel Geld vom Staat einbringen, werden diese Tiere sogar am Sterben gehindert. Die Hundehölle von Apulien ist eine Schande für Italien und Europa.

http://www.cicto.org/

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